Freitag, 29. November 2013

Neuer Nähstoff

Die kommenden Nähabende sind gesichert.

Erstens habe ich einen schönen Stoff für mein Weihnachtskleid gefunden. Ich fand in meinem Stofffundus leider nichts, was mir festlich genug erschien (der Sari ist ja mittlerweile ausgeschieden), und so stattete ich dem Stoffladen um die Ecke einen Besuch ab. Dort lag dieser weich fallende und sehr angenehme Webstoff (angeblich Polyester/Rayon/Elasthan-Mischung, fühlt sich aber gar nicht nach Plastik an, sondern eher nach Viskose/Wolle... komisch) mit eingewebten goldenen und silbernen Fäden (auf dem Foto leider nicht so gut zu erkennen)... wunderschön. Ich sah ihn und wußte, er ist es.
Der Ladenbesitzer kauft Stoffe nicht beim Händler ein sondern von Konfektionen auf, man kann also mit Glück eine tolle Qualität für einen guten Preis (hier 10,-/m) ergattern. Ich glaube, das Glück war diesmal auf meiner Seite und freue mich nach einem Probemodell für das Burda-Schalkleid nun sehr darauf den Stoff zu vernähen.

Und zweitens nenne ich seit gestern die 1. Staffel von Charlies Angels mein eigen... :-)
Die Serie habe ich zuletzt in meiner Jugend gesehen und glaube, dass ich nach wie vor total darauf stehen werde - vom modischen Input mal ganz abgesehen!





Dienstag, 26. November 2013

Kochschürzen-Sew-Along: Teil 2


Ich halte mich heute noch zurück, nur um dann zum Finale in vollem Glanz zu erstrahlen!
Mit anderen Worten: ich bin habe gerade mal den Schnitt ausgeradelt und meine Stoffwahl geändert.
Denn den ursprünglich ausgewählten Stoffschatz konnte ich beim besten Willen nicht in kleine Stücke zerschneiden, und das hätte ich für den Schürzenschnitt tun müssen. So ist halt ein Kleidchen daraus geworden.


Stattdessen wird meine Schürze nun Röschen tragen (Baumwollstoff vom Maybachufer, letztes Jahr im Mai besorgt), und für Schrägbänder muss der Rest eines Baumwollstoffes (ebenfalls beim selben Marktbesuch ergattert) herhalten, den ich bereits zu einer Hemdbluse verarbeitet habe.

Heute muss ich mich kurz halten und werde später hier bei Kuddelwuddel beim Kochschürzen-Sew-Along stöbern und mir die anderen Schürzen anschauen, die bestimmt schon viel weiter sind als meine!

Sonntag, 24. November 2013

Weihnachtskleid-Sew-Along: Teil 2

Heutiges Motto ist: Jetzt nähe ich doch lieber, was die anderen nähen/Ich habe mich für mein Traumkleid entschieden/Ich nähe lieber erst ein Probemodell/Taddaa, zugeschnitten/Der Stoff reicht nicht, Hilfe!

Ich bin total verwirrt. Dieser Sew-Along hat mir alle nötige Inspiration gegeben, auf die ich gehofft hatte, oder besser gesagt, ich war nach dem Studieren aller Projekte (was sich durch die riesige Anzahl über die gesamte Woche erstreckt hat) richtiggehend platt. Dann kamen nach und nach so die Kommentare zu meinem Projekt, und ich zweifelte immer mehr an meinem Saristoff, d.h. an seiner Eignung für ein Weihnachtskleid. Es schlich sich auch unmerklich ein Sinneswandel bzgl. meines gewählten Kleiderstils. Mittlerweile fand ich, ich hätte auch mal gern ein Kleid im 40er/50er-Jahre-Stil. Aber da ich eine treue Seele bin, blieb ich vorerst bei meinem Projekt.
Bis ich gestern nach dem Schnittmuster suchte. Und es nicht fand. Ich konnte den bestimmten Bogen  auch nach intensiver Suche nicht finden. Das Blöde ist, dass genau auf diesem Bogen (alle anderen sind noch da - nur jenen hatte ich mal abgeschnitten und genutzt, da ich das Burda-Kleid schonmal einer Freundin genäht hatte) auch das Schnittmuster für meine Bluse war, die ich als "Notnagel" auserkoren hatte.

Dann setzte ich mich gestern bei einer Riesentasse Tee nochmal hin und studierte meine Schnittmustersammlung. Ich hätte sehr gern auch mal nach einem Butterick-Schnitt (der gerade eine Hochzeit in einigen Blogs erlebt) genäht, möchte jetzt aber erstmal mit meinem Material hier zuhause auskommen, sowohl schnitt- als auch stofftechnisch.

Einen geeigneten Schnitt für den Sari fand ich irgendwie nicht, und so schaute ich mir mal meine alten Burdas an, nachdem ich meine neuen durchforstet hatte.
Lustigerweise entdeckte ich einige Modelle, die EINS zu EINS übernommen wurden mit knapp fünfzig Jahren Pause! Seht her:

Burda 10/1965 - Burda 01/2013
Burda 10/1965 - Burda 12/2013

Burda 10/1965 - Burda 01/2013
Nachdem ich hin- und herüberlegt habe, habe ich mich nun für eins der Kleider aus der Burda 08/2011 entschieden, dann muss ich nicht mehr ganz so viel ändern. Mir gefällt das linke sehr gut, bin mir nur mit den Falten am Ausschnitt nicht sicher, ob das so gut aussieht. Den Turtleneckkragen finde ich dagegen sensationell und auch die angeschnittenen Ärmel und das ausgestellte Rockteil.
Das zweite Kleid finde ich durch den Schalkragen sehr interessant, und es ist auch für große Frauen konzipiert.


Weiter bin ich also noch nicht,  aber der Gatte wird ab heute bis Weihnachten quasi durchspielen, sodass ich viele freie Abende haben werde, an denen ich mich ganz der Näherei widmen kann.
Sehr schön!

Und nun schaue ich mal hier auf dem MeMadeMittwochBlog, wie weit die anderen Damen mit ihrem Entscheidungsprozess sind!

Mittwoch, 20. November 2013

Me Made Mittwoch Late Night: Vorhangkleid

Nachdem der Hoffotograf leider erst sehr spät Zeit hatte für sein Hausmodell, bin ich echt superspät dran heute. Da kann man schonmal die schwarzen Stiefel mit dem Reißverschluß hinten raussuchen, finde ich.


Genäht habe ich ein Kleid aus der Burda 03/2010. Zwar wollte ich kein Brautkleid nähen, aber der Schnitt war der einzige, den ich in dieser schlichten Machart gefunden habe.
Im Großen und ganzen habe ich es bei dem Schnitt belassen. Lediglich die Ärmel habe ich gerade runtergeschnitten und keine Trompetenärmel gemacht. Sonst mag ich Trompetenärmel sehr gern, aber bei diesem auffälligen Stoff wollte ich ein superschlichtes Schnittmuster haben. Damit ich ihn nicht zerschnippeln muss, war außerdem Voraussetzung, dass es so wenig Schnitteile und Abnäher gibt wie möglich. Außerdem habe ich auch die Ärmel gefüttert entgegen der Anleitung, da ich vorhabe auch mal einen Rolli drunterzuziehen.




Der Stoff ist ein alter Vorhangstoff, den ich aus meinem Lager gekramt habe. Ich glaube, den habe ich mal für wenige Euro geschossen, und er sieht nach einem original 60er-Jahre-Stoff aus. Die Vorhangklipper waren jedenfalls noch dran. Ist eine etwas schwerere Viskose-Mischung, schätze ich, aber kein typischer Home-Dekor-Stoff.

Ursprünglich wollte ich den Schnitt für den Kochschürzen-Sew-Along verwenden und einen Vogue-Schürzen-Schnitt realisieren (nachzulesen hier). Das war meine blitzartig getroffene Entscheidung, als ich von dem Sew-Along Wind bekam. Denn tatsächlich wollte ich vor Weihnachten eine Schürze nähen, und der Schnitt lag ganz oben auf meinem Stapel.
Nun ist aber der Schürzenschnitt einer, der aus vielen Teilen besteht oder schräg und tellerartig zugeschnitten werden soll. Das funktioniert beides leider nicht mit dem Stoff, wie ich erst später bemerkte, als ich mir die Schürzenschnitte genauer ansah. Und zum Zusammenschneiden war mir der Stoff zu schade.
Also eben so. Ein bisschen habe ich noch übrig von ihm - vielleicht findet sich noch ein Auftritt im Rahmen der Schürze.
So habe ich ein Notfall-Weihnachtskleid. Oder eins für den kommenden Theater-Faschingsball, der die 60s zum Motto haben wird. :-)

 
 

Und nun gehe ich hier schauen, was alle anderen Mittwochsdamen tragen!

Sonntag, 17. November 2013

Weihnachtskleid-Sew-Along: Teil 1

Ich finde, für jemanden, der sich seine Kleidung selbst näht, gibt es kein schöneres Ritual, als sich jährlich ein Weihnachtskleid zu nähen.
Letztes Jahr um die Zeit habe ich mit einem Auge den Sew-Along auf dem Me-Made-Mittwoch-Blog verfolgt, hatte aber noch keinen eigenen Blog. Ein Weihnachtskleid habe ich mir trotzdem genäht, wenn auch in einer halsbrecherischen Hauruck-Aktion. Und da es für die diesjährige Weihnachtsfeier in meinem Lieblingslokal natürlich wieder ein schönes Outfit geben soll, passt mir der Sew-Along wunderbar in den Kram. Vielen Dank für die Organisation, liebe Katharina, ich freue mich wirklich sehr auf den Austausch und die Inspiration!
Denn die habe ich dringend nötig.

Thema heute ist: Ich bin ein Streber und habe schon alles zusammen gesucht / Ich habe noch überhaupt keinen Plan und sage stattdessen ein Gedicht auf / Ich gucke mal, was die anderen so nähen / Dieser Stoff soll es sein, nur was für ein Schnitt?? / Kleine Rückblende: mein Weihnachtskleid 2012/2011
 
Ich muss mit meinem Kleid schon am 7.12. fertig sein, daher geselle ich mich von vornherein zu den Strebern.
Schon vor einer guten Woche habe ich mir den Kopf zerbrochen, was ich um Himmels willen mit meinem Stoff, den ich aus meinem Lager gezogen habe, anfangen soll. 
Es handelt sich um einen Sari-Stoff, den mir eine ehemalige Arbeitskollegin mal aus Indien mitgebracht hat. Das Dunkelgrün mit dem eingewebten goldenen Muster passt super zu Weihnachten, und ich wüßte nicht, zu welchem Anlass ich sonst so einen Stoff vernähen sollte.
Zunächst habe ich gezögert, denn ich war mir nicht sicher, ob ich den Sari einfach so zerschneiden soll. Schließlich verliert er dadurch seine Funktion. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass ich den Sari niemals in der traditionellen Variante tragen würde, obwohl ich das wunderschön finde und es mir vielleicht auch stehen würde. Irgendwie hätte ich aber wohl immer das Gefühl, an mir herumzupfen zu müssen oder Angst, dass nur jemand an einem Ende ziehen müsste und ich dann im Evakostüm dastehen würde!!


Nach der Entscheidung für das Zerschneiden ging es an die Schnittmustersuche.
Der Stoff ist ein sehr leichter taftartiger Stoff, der nur ein wenig durch die goldene Borte unten beschwert wird. Es handelt sich auch um reine Plastik, glaube ich. Egal, für einen Abend geht das schon mal. Der Stoff hat auf der ganzen Länge von über 5 Metern unten und oben diese Borte (jetzt unten), und an einem Ende einen Coupon aus wunderschönem Brokatmuster. Dieses Stück reicht allerdings kaum für einen Teil des gesamten Kleides, und so würde ich es höchstens als Akzent einsetzen oder nur ein kleines Täschchen daraus nähen, passend zum Kleid.

Zur Auswahl stehen bisher folgende Schnittmuster, wobei mich keins so richtig überzeugt.
Ich werde heute abend alle Teilnehmerinnen des WKSA zu Rate ziehen. So habe ich zum Beispiel das Kleid, welches Julia letztes Jahr genäht hat und welches von Nina von Kleidermanie dieses Jahr zur Auswahl steht, ins Auge gefasst. Könnte ich mir auch sehr schön vorstellen.


Dieser Schnitt ist aus der Burda 6/2010, und die Ärmelpartie könnte ich mir aus dem Brokatteil vorstellen. Längenmässig würde ich über dem Knie enden.


Dieses Kleid aus der Burda 11/2007 habe ich schon einmal einer Freundin genäht, und das sah toll aus. Hier ist die Frage, ob mein Stoff so schön fallen würde... Der Schnitt ist aber für große Frauen konzipiert und wäre passend für meine Figur. 


 Ebenfalls aus der Burda 11/2007 ist diese Bluse. Sie werde ich wohl so und so nähen, genug Stoff ist ja da. Ich habe eine schöne schwarze Marlene-Hose, zu der die Bluse als "Notlösung" gut ausschauen würde. Mit dem Ausschnitt müsste ich mal sehen, der ist ja ganz schön krass.

So, und nun schaut doch mal hier zu den anderen Weihnachtskleiderschneiderinnen!
Ich hoffe, ich finde dort heute abend noch das ultimative Schnittmuster!!!


Donnerstag, 14. November 2013

Mini-Dufflecoat

Gestern habe ich Klamotten des Kleinen sortiert. Der Arme kriegt ja immer nur die abgetragenen des Großen... tja, da muss er durch. Ist ja nicht das erste Mal in der Geschichte der Menschheit.
In diesem speziellen Fall ist das für ihn sogar von Vorteil:
endlich, ENDLICH passt ihm ein Dufflecoat, den ich vor Jahren dem Großen genäht habe. 
Und weil mein Herz so an dem Stück hängt und ich gestern ganz entzückt war, als ich ihm den Mantel anzog, muss ich das hier zeigen.


Der Schnitt ist aus der Burda November 2007 und ein ganz toller.
Ich hatte noch dicke hochwertige Wollstoffreste übrig und auch Steppfutter-Reste - alles wurde verbraten.
Dazu gab´s eine dunkelgrüne Wolltresse (sowas habe ich, seit der Stoffladen hier geschlossen hat, seither auch nicht mehr gesehen, schade eigentlich), eine Fake-Fur-Borte und Kunstleder-Knebelknöpfe. 


Die Absteppungen habe ich mit anthrazitfarbenem Knopflochgarn vorgenommen (mein erstes war das), und die Paspeltaschen sind geschummelt. Das waren auch meine ersten, und ich habe sie ohne Taschenbeutel gearbeitet. Naja, ein dreijähriges Kind kann damit umgehen, glaube ich.


Fazit: ich liebe diesen Mantel und werde ihn niemals hergeben. Ich kann mich zwar durchaus von Dingen trennen, aber dieses Stück hier wird vererbt, das steht fest.
Den Schnitt gab´s in Gr. 74-98 - wer also Kinder in dem Alter benähen möchte, wird mit diesem Schnitt seine helle Freude haben!

Mittwoch, 13. November 2013

Me Made Mittwoch KW 46: Cord-Hosenanzug

So, ich mache doch noch schnell mit ohne viele Worte.
Hose aus weinrotem Feincord - Schnittmuster habe ich von einer alten Zara-Hose abgenommen und einen Bund drangemacht mit Vintage-Ripsband als Gürtelschnallen. Hier gibt´s noch ein Detailfoto vom Bund. Dazu das Jäckchen, welches ich schon beim letzten MMM gezeigt habe.

Die Kombi habe ich so vor zwei Tagen auch draussen getragen, zusammen mit einem großen Wolltuch über den Schultern. Das sah ganz ok aus, aber so insgesamt denke ich nicht, dass ich die Kombi häufig tragen werde, sondern eher die Teile einzeln kombiniert. Ich finde, die weite Hose bräuchte ein schmaleres Jäckchen, und das lockere Jacket mit den weiten Ärmeln einen schmaleren Unterbau...
Man merkt eben, dass das zwei ohne großes Konzept zusammengewürfelte Schnittmuster sind.
Schade nur, dass die Farbe mit dem Blitz nicht original rüberkommt, sie macht nämlich fast alles aus bei den Stücken!




Und nun bitte hier entlang nun zu den vielen gutgekleideten Damen, die diesmal von Lucy in einem coolen Blumenrock angeführt werden!

Montag, 11. November 2013

Kochschürzen-Sew-Along: es fängt an

Schon wieder ein Sew-Along, bei dem ich mitmachen muss. Über Wiebke habe ich vom Kochschürzen-Sew-Along erfahren, den Martina/Knuddelwuddels tollerweise heute gestartet hat - vielen Dank für die schöne Idee! Er passt mir super in den Kram, denn ich wollte mir und auch meiner Freundin zu Weihnachten eine Schürze nähen, die aus uns prachtvolle Hausfrauen macht.

Seit ich die Vogue-Schnitte das erste Mal entdeckt habe, gibt es einen einzigen Schnitt, den ich unbedingt von Anfang an haben wollte. Das war der Schürzen-Schnitt, den Wiebke verwenden wird. Vor ca. 2 Wochen dann habe ich im Vogue-Sale endlich einen erstanden, aber den anderen der beiden Vintage-Schürzenschnitte. Aus irgendeinem Grund fand ich den dann doch passender für mich, weil er  weniger 50er-verrüscht ist. 

Im Stofflager habe ich diesen schönen Vintage-Stoff gefunden und gleich für würdig erachtet. Es ist ein alter Vorhang-Stoff, und die Zusammensetzung kann ich nur erahnen, ist wohl irgendwas mit Viskose. Er fällt sehr schön und ein wenig schwerer, ist jedoch kein typischer Home-Dekor-Stoff. Der süße Rapport wiederholt sich allerdings in relativ kurzen Abständen. Ich bin mir nicht so sicher, ob das aussieht und hatte erst an einen reinen Schürzenrock gedacht. In Verbindung mit einem blauen Uni-Stoff werde ich mich aber doch an Modell  E wagen. Wenn dann noch was übrig bleibt, kommt Modell D dazu.

Fein, ich freu mich!


Sonntag, 10. November 2013

Wochenwerk

Dieses Bloggerdings ist schon toll. Ich bin ja erst seit kurzem dabei, aber ich bin von vielen so herzlich aufgenommen worden in diesem Kreis, dass ich mich schon ganz zuhause fühle hier.
Danke dafür!!

Außerdem hatte ich letztes Wochenende die super Gelegenheit, mit Wiebke und Primavera den Stoffmarkt zu erkunden. Es war toll, beide kennenzulernen und mit ihnen über´s Nähen und alles mögliche andere zu ratschen. Ich hätte mir nie vorstellen können in Begleitung stundenlang über diesen Markt zu gehen, sich Zeit zu nehmen und in aller Ruhe zu überlegen und zu phantasieren, was man aus den Stoffen alles machen könnte, denn ich habe im "realen" Leben niemanden, der diese Leidenschaft für die Näherei mit mir teilt (heul!), sodass ich mich in Stoffläden oder auf dem Markt immer irgendwie beeilen muss und so meistens allein gehe. Ein Traum war das!
Naja, und wenn man so lange auf einem Stoffmarkt verbringt, kauft man natürlich auch Stoff. Bei mir waren es letztendlich 18 Meter. Zum Teufel mit meiner Stoffstatistik!
Wie bei Stoffmarktbesucherinnen wohl üblich, habe ich die Stoffe an mich selbst geschickt, und sie kamen am Dienstag an: ein gemusterter Wollstoff, ein dunkelblauer Romanit von super Qualität, ein herrlicher brauner Wollstoff, ein weinroter Wolljersey und ein toller dünner Satin, den ich eigentlich als Futter verwenden wollte, vielleicht darf er aber doch "raus". Mal sehen. Dazu kommt ein Haufen Knöpfe und diverser Kleinkram.
Stoffe sind gewaschen und fertig zur Verarbeitung.


Und ich war superfleißig diese Woche, auch so eine Folge des Bloggens. Die zugeschnittene Hose aus demselben Feincord, aus dem ich bereits ein Jäckchen genäht habe, habe ich fertiggenäht. 
Schnittmuster war eine alte Zara-Hose, die ich bis zum totalen Zerfall getragen habe. Ist doch toll für eine Hose, wenn sie nach ihrem Ableben noch als Schnittmuster weiterleben darf, oder? 
Die Hose hatte eigentlich keinen Bund, aber nachdem Wiebke vorschlug, einfach einen dranzunähen, setzte ich mich hin und habe nach einigem Hin und Her den Bund ganz gut hinbekommen.
Für die Gürtelschlaufen habe ich in meine Retro-Webband-Borten-Kiste gegriffen, weil ich zu faul war zu diesem Gürtelschlaufen-Gefriemel. Die stilistische Einordnung der Hose fällt dadurch etwas schwerer, aber ich finde die Schlaufen super! Habe die Hose schon mehrere Male getragen und fühle mich superwohl in ihr. Ich bin begeistert! Tragefotos folgen mal an einem Mittwoch. 


Außerdem habe ich eine neue Hemdbluse nach meinem bewährten Dolce&Gabana-Schnitt genäht.
Den Stoff habe ich ebenfalls vom Stoffmarkt, von einem früheren Besuch. Es ist ein Patchworkstoff in einem tollen Tannengrün mit beigefarbenem Muster. Die Bluse sitzt allerdings ziemlich knackig, wie ich feststellen musste. Nun fürchte ich, das liegt nicht am Schnittmuster, denn das habe ich ja schon eine ganze Weile... (grummel). Könnte also sein, dass Tragefotos an einem späteren Mittwoch folgen...



Mittwoch, 6. November 2013

Me Made Mittwoch KW 45: Cordjacket

Also, es fällt mir wirklich schwer, mich mit dieser Bilderqualität abzufinden. Aber Handyshots im Grau dieser Tage fallen leider so aus. Ich bitte um Verzeihung!

Heute trage ich das Jäckchen nach einem Neue-Mode-Schnitt, welches ich genäht habe, um ein Futter eines älteren Jäckchens nach demselben Schnitt zu retten - hier schonmal beschrieben.
Beim vorletzten Marktbesuch in der Hauptstadt habe ich diesen Feincord gekauft und finde die Farbe sehr schön, es ist ein dunkler satter Beerenton.
Den Schnitt mit den recht weit geschnittenen Ärmeln fand ich eigentlich nicht mehr hundertprozentig meinem jetzigen Geschmack entsprechend, aber mittlerweile habe ich entdeckt, dass man sehr gut was darunterziehen kann - bei den sonnigen aber kalten Tagen zuletzt war das gut und hat auch warm gehalten.




Dieses uralte (gekaufte) Jerseykleid kann ich eigentlich schon lange nicht mehr sehen. Einzig der schöne Rollkragen und die Bequemlichkeit lassen es mich nicht wegwerfen. Hin  und wieder ziehe ich es doch an, so wie heute. Ganz schön bunt insgesamt, zumindest, wenn ich das gerettete Futter nach außen kehre!

Die Paspeltaschen sind gelungen, den Stehkragen mag ich auch, und die dunkelorangeweinrotfarbenen (jeder stelle sich bitte vor was er will) Knöpfe passen gut - ich glaube, mein neues Jäckchen und ich werden doch noch Freunde!



Und nun hier entlang zu allen anderen Mittwochsoutfits, die von Julia präsentiert werden.

Sonntag, 3. November 2013

Kostüm Sew Along: Finale

Es ist vollbracht! Zur Hälfte jedenfalls.
Mein 70er-Jacket ist ja schon länger fertig, und ich liebe es! Habe es bisher schon fleißig getragen und viele Komplimente eingeheimst. Ich fühle mich pudelwohl in ihm und finde, es entspricht mir sehr!
Die Hose liegt brach, da der Stoff nicht reichte. Diesen Post schreibe ich am Mittwoch vor dem Finale, und am Sonntag habe ich sicher schon einen tollen Stoff vom Maybachufer im Koffer, sodass ich die Hose doch noch realisieren kann. Ich habe es fest vor und werde den Nachzügler später zeigen.

Dafür habe ich zwei Jackets. Auch nicht schlecht. 
Das zweite habe ich genäht, weil ich das Futter eines vermurksten Jäckchens nicht wegwerfen wollte. 
Der Schnitt ist nicht so hundertprozentig meins (jedenfalls mittlerweile), aber was soll´s. Ich habe festgestellt, dass die Schultern zu breit sind für mich und die Ärmel mir zu weit sind. Ansonsten passt es gut und hat eine wunderschöne Farbe! Und das Futter erst... Am besten ist, ich trage die Jacke immer nur lässig über dem Arm herum, das Futter gut sichtbar nach außen gekehrt. Dazu allerdings hätte ich es auch bei dem alten Jäckchen belassen können... :-) Nein, ist schon ok, ich habe die Jacke auch schon ausgetragen (Foto kommt nach) und mich ok gefühlt. Paaasst scho, wie die Bayern sagen. 
Die passende Hose ist bereits zugeschnitten, habe ich aber wie erwartet doch nicht mehr geschafft.

Hier also nur Fotos von meinem neuen Liebling, ich hoffe, das gilt auch, liebe Cat.







So, und nun bitte hier entlang zum spannenden Finale! Wer von den Kostümschneiderinnen hat alles geschafft, was sie sich vorgenommen hat? Ich kann´s kaum erwarten und schaue mir morgen alles ganz genau an, wenn ich wieder daheim bin.